Über uns

Die Crew: Verena (41), Helmut (42), Marla (auf Reisen erst 1 dann 2 geworden) und Emilian (auf Reisen 4 geworden)

Eigentlich hatten wir bereits Vieles, was glücklich macht. Wir lebten zunächst in München, dann 11 Jahre lang im Kanton Zürich in der Schweiz und genossen es, in schönster Natur und umgeben von lieben Menschen dort zu leben, wo Andere ihren Urlaub verbringen. Dann noch spannende Jobs, in denen wir mit inspirierenden Menschen arbeiten durften, von denen uns viele an Herz gewachsen sind. So verbrachten wir unsere Zeit grösstenteils mit viel Arbeit, Schweiss und Herzblut in unseren Karriere-Jobs. Helmut wurde Teilhaber in der Beratungsfirma, in der er seit 2005 tätig war und Verena leitete zuletzt die weltweite Kommunikation eines international tätigen Industriekonzerns. Ein genialer Lebensabschnitt. Und tolle Reisen haben wir natürlich auch gemacht.    

Dann wurde Emilian geboren, kurz nachdem er in Mamas Bauch noch mit auf Geschäftsreise in China war und wir noch zwei Wochen zuvor geheiratet hatten. In das aufregende Familienleben starteten wir so, wie es unserer Überzeugung und Natur entsprach: Komplett partnerschaftlich und gleichberechtigt, das heisst zunächst war die eine vier Monate zuhause beim Sohn, danach der andere drei Monate. Danach arbeiteten wir teilweise beide 100% (und mehr…), teilweise reduzierte einer auf 80%, wobei die Verantwortung in unseren Jobs keinen dezidierten Feierabend kannte und ConfCalls etc. auch im Urlaub selbstverständlich waren. Emilian verbrachte derweil seine Zeit in der Kita und mit den Grosseltern. 2015 kam dann Schwester Marla auf die Welt. Bald darauf trafen wir einen radikalen Entschluss. Wir kündigten unsere Jobs, gaben die Wohnung auf und starteten ins  Nomadenleben.

Bevor es in die Ferne ging, wollten wir den Kindern zunächst mal die eigene Heimat und Umgebung näher bringen, somit ging es via Schweizer Berge auf Deutschlandtour und danach nach Skandinavien. Im Oktober 2016, als das Wetter ungemütlich wurde, wechselten wir auf die südliche Halbkugel: zunächst nach Südafrika, danach mit dem Camper durch Australien und Neuseeland um dann über Japan im Sommer 2017 wieder nach Europa zurückzukehren.

Warum dieser Entschluss? Was treibt uns an?

Ein ortsunabhängiges und selbstbestimmtes Leben mit Kleinkindern zu führen, finden wir eine tolle Idee. Für uns ist es ideal, dass wir so ein intensives Zusammensein mit den Kindern realisieren können, aber gleichzeitig viel Input von aussen bekommen und auch ein für die Erwachsenen äusserst abwechslungsreichen Alltag haben. Wir hätten nie unsere Jobs aufgegeben, um dann – etwas überspitzt – ständig gleiche Spazierstrecken zu den gleichen Spielplätzen zu laufen. Gleichzeitig wollte keiner von uns deutlich mehr Zeit mit der Arbeit als mit den Kindern verbringen und damit zu wenig für sie da zu sein, ihren Weg zu begleiten und sie erleben und geniessen zu dürfen. Und ökonomisch betrachtet haben wir mit kleinen Kindern viel Geld dafür ausgeben, unser Leben rund um die Arbeit zu organisieren. Ein grosser Vorteil unseres Modells ist es, das wir neben all dem Kindergespasse und natürlich auch -generve den Partner an der Seite haben.

Wofür stehen wir als Familie (ein)?

Wir stehen für volle Gleichberechtigung und für moderne bis visionäre Lebensformen.  

Wir sind überzeugt, dass es für alle Familienmitglieder das Beste ist, regelmässig zu hinterfragen, ob der aktuelle Weg der beste ist und ansonsten auch radikale Entscheide zu fällen. Ein Leben in Wellen also: Einige Jahre nahmen unsere Jobs eine zentrale Position ein und wir haben uns beide damit toll weiterentwickeln können, aber auch einen harten Preis dafür bezahlt: Unser Sohn war dann oft 11 Stunden in der KiTa und zeigte uns deutlich, dass er mehr Zeit mit uns wollte. Nun gönnen wir unseren Kindern ein intensives Zusammensein und uns selbst, die nie wieder kehrenden Kleinkindjahre begleiten zu dürfen und gleichzeitig um die Welt zu reisen. Win-win-win at its best oder: MIDLIFE DELIGHT!

Ein Luxus – klar, das ist uns bewusst und dafür sind wir dankbar! Aber so abwegig ist das Ganze doch gar nicht…    

Während in klassischen Modellen ein Elternteil beispielsweise bei zwei Kindern für vier Jahre aus dem Beruf aussetzt, haben wir uns lieber gemeinsam zwei freie Jahre genommen.

Wer einige Jahre “unter seinen Einkommensverhältnissen lebt”, der kann sich dafür später etwas leisten – und das kann statt Hausbau, Wohnungserwerb oder ähnlichem doch auch eine solche Auszeit sein.

Das A und O ist natürlich das Herunterfahren der laufenden Kosten. Hierzu werden wir später noch einen Blogbeitrag schreiben.   

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